Essen & Trinken

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© Foto: The Listen-To-It Network / Quelle: PHOTOCASE

Beim Essen und Trinken schauen wir praktisch täglich über unseren Tellerrand, denn viele der Lebensmittel, die auf unserem Tisch landen, stammen nicht aus Europa. „Kolonialwaren“ wie Kaffee, Tee und Kakao haben in Asien, Afrika und Lateinamerika über Jahrzehnte zu wirtschaftlichen Abhängigkeiten geführt. Vor diesem Hintergrund haben sich in zahlreichen Ländern so genannte „faire Handelsinitiativen“ gegründet. Sie fördern den Zusammenschluss von Kleinbauern in gemeinsam wirtschaftenden Kooperativen, die größere Mengen liefern und eine sinnvolle Infrastruktur aufbauen können. Ziel des Fairen Handels ist es, mehr von dem, was wir in Europa für Produkte wie Kaffee, Tee, Bananen, Datteln, usw. bezahlen, auch bei den Erzeugern ankommen zu lassen.

Der Klassiker des Fairen Handels ist der TransFair-Kaffee. Doch auch Schokolade, Orangensaft, Textilien und Gewürze sind mittlerweile fair gehandelt erhältlich. Fair gehandelte Produkte haben den Sprung vom Eine-Welt-Laden in die Regale der Supermärkte und sogar Discounter geschafft und sind dort ohne zusätzlichen Aufwand für den Verbraucher erhältlich. Der Faire Handel zählt zwar zu einem der größten Wachstumsmärkte – von 2007 auf 2008 stieg der Umsatz mit fair gehandelten Produkten von 110 Millionen Euro auf 142 Millionen Euro um 31 Prozent an – doch führt er immer noch ein Nischendasein. So besitzt selbst fair gehandelter Kaffee in Deutschland lediglich einen geringen Marktanteil.

Tipps für Ihren fairen Einkauf

  • Kaufen Sie nicht nur biologisch angebaute Produkte, sondern auch solche, die zusätzlich fair gehandelt sind. Denn fair gehandelte Produkte müssen nicht zwangsläufig biologisch angebaut sein und umgekehrt. Dass Bio und Fairer Handel Hand in Hand gehen, ist jedoch sinnvoll, denn neben der Umwelt leiden auch die Menschen in den Anbauregionen unter dem teils intensiven Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Ökologischer Landbau verbessert die Lebenssituation der Kaffee-, Bananen- und Kakaobauern erheblich und der Käufer bekommt eine besonders hohe Qualität.
  • Informieren Sie sich über deutschlandweite Anbieter öko-fairer Produkte und Dienstleistungen auf der Seite www.oeko-fair.de.
  • Orientieren Sie sich auf der Suche nach fair gehandelten Lebensmitteln am Fairtrade-Siegel, welches in Deutschland vom Verein TransFair vergeben wird.