Wohnen & Haushalt

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Foto: © iStockphoto.com / tacojim

Schon unsere Großeltern wussten, dass man durch Wassersparen, Abfallvermeiden & Co. äußerst clever haushaltet, indem man gleichzeitig Geld spart und die Umwelt schützt.

Mit Duschen, Abwasch, Wäschewaschen, Essen und Trinken werden in Deutschland täglich 120 Liter Trinkwasser pro Kopf verbraucht. Bei Wasserpreisen, die teilweise über zwei Euro pro Kubikmeter liegen, kann wassersparendes Verhalten sehr lohnenswert sein. Bereits leichte Verhaltensänderungen, wie beim Einseifen unter der Dusche oder beim Zähneputzen das Wasser abzustellen, zeigen auf der Nebenkostenabrechnung ihre Wirkung. Kleine und größere Investitionen, z. B. der Einbau eines Durchflussmengenbegrenzers oder die Anschaffung einer Geschirrspülmaschine, senken die Rechnung weiter. Auf der anderen Seite trägt ein sparsamer Umgang mit Wasser dazu bei, Abwasser zu vermeiden und schützt so die Gewässer.

Gerade der Bereich Putzen, Reinigen und Renovieren ist für den Wasserkreislauf entscheidend. Denn durch chemische Reinigungsmittel gelangen Chemikalien in den Wasserkreislauf (Abwasser > Kanal > Kläranlage > Fluss > Grundwasser > Trinkwasser). Darum sollten chemische Putz- und Reinigungsmittel am besten gar nicht, oder wenn unumgänglich, gezielt und sparsam eingesetzt werden.

Auch Müllgebühren lassen sich durch vorausschauendes Verhalten einsparen. Beim Einkauf bietet sich in der Regel die Möglichkeit, alternative Produkte mit wenig Verpackung, z. B. Obst und Gemüse, lose statt in einer Plastikschale zu kaufen. Auch die Verwendung von Mehrweg- statt Einwegflaschen reduziert den eigenen Abfallberg. Wer die Chance hat, kann sich für den Biomüll einen Komposthaufen anlegen, das spart nicht nur die Biotonne, sondern gibt auch besten Pflanzendünger.

Auch bei der Einrichtung der Wohnung oder des Hauses gibt es eine Vielzahl umweltverträglicher Produkte. Viele Möbel, z. B. Tische, Regale oder Bilderrahmen, bestehen aus beschichteten Holzwerkstoffen wie Span- oder Faserplatten. Eine Spanplatte besteht aus durchschnittlich 60 Prozent Alt- und Restholz. Den Rest steuern Schwachhölzer bei, die beim Durchforsten einheimischer Wälder in großen Mengen anfallen. Diese Holzwerkstoffe können in umweltverträglicher Produktion, ohne die Verwendung von Importhölzern aus Urwaldgebieten in den Tropen oder den nördlichen Breiten, hergestellt werden. Derzeit ist die Vernichtung von Wald eines der größten Umweltprobleme. Sie treibt das Artensterben voran, heizt das Klima auf, fördert das Vordringen von Wüsten und beraubt zahlreiche Menschen ihrer Lebensgrundlage. Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft ist am FSC-Siegel erkennbar. Umweltfreundlicher Teppichboden wird beispielsweise durch den Blauen Engel gekennzeichnet.

Tipps für Ihren umweltfreundlichen Haushalt

  • Duschen Sie lieber anstatt zu baden, denn der Wasser- und Energieverbrauch ist beim Baden rund 3 Mal so hoch.
  • Waschen Sie Geschirr lieber in der Maschine als mit der Hand ab. Im Durchschnitt werden per Hand rund 103 Liter Wasser und 2,5 Kilowattstunden Strom verbraucht, während Spülmaschinen mit 15 Liter Wasser und 1 bis 2 Kilowattstunden Strom auskommen. Noch effizienter ist es, die Geschirrspülmaschine erst einzuschalten, wenn sie ganz voll ist, und Sparprogramme zu nutzen.
  • Erneuern Sie defekte Dichtungen und reparieren Sie tropfende Wasserhähne, um den „schleichenden“ Wasserverbrauch zu verhindern.
  • Dosieren Sie Waschmittel nach Wasserhärte. Ihr zuständiges Wasserwerk nennt Ihnen den Härtebereich. Auf der Seite www.blauer-engel.de erhalten Sie Hinweise zu weniger Gewässer belastenden Waschmitteln. Moderne Waschmaschinen haben heutzutage einen geringeren Wasserverbrauch.
  • Nutzen Sie bei Verstopfung der Toilette oder des Küchenablaufs zuerst eine Saugglocke oder eine mechanische Spirale mit Kurbel anstatt ätzender chemischer Rohrreiniger. Vorsatzsiebe im Spülbecken und im Duschablauf beugen einer erneuten Verstopfung vor.
  • Verzichten Sie auf Duftsteine im WC und im Spülkasten, sie belasten das Abwasser.
  • Bauen Sie eine Spül-Stop-Taste in Ihre Toilette ein. Bis zu 50 Liter Trinkwasser rauschen täglich durch die Toilettenspülung. Das machen stolze 18.250 Liter im Jahr. Mit der Spül-Stop-Taste können Sie den Wasserverbrauch um bis zu 40 Prozent reduzieren.
  • Installieren Sie eine wassersparende Einhebelmischbatterie, da sonst beim Mischen der richtigen Wassertemperatur viel Trinkwasser ungenutzt verloren geht.
  • Geben Sie ein bisschen mehr Geld aus und kaufen Sie statt Einwegbatterien aufladbare Akkubatterien. Das schont die Umwelt und spart Geld.
  • Denken Sie beim nächsten Einkauf daran, eine Tasche oder einen Korb mitzunehmen und sparen Sie sich so den Kauf einer Plastiktüte.
  • Sparen Sie durch den Kauf von Konzentraten Verpackungsmaterial.
  • Geben Sie alte, aber noch intakte Möbel an Möbelbörsen wie die AWO (Arbeiterwohlfahrt). Diese holen die Sachen meist sogar ab.